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Verein

Der Ursprung

Jede gute Geschichte beginnt mit: Es war einmal...

...ein Schwarzwälder, der wie die alten Uhrenträger in die weite Welt und bis an das große Nordmeer zog, um dort seine Arbeit zu verrichten und sein Geld zu verdienen. Immer wenn im fernen Norden die Geschäfte ruhten, weilte er in der Heimat und widmete sich dort seinem Hobby, den Lenzkircher Uhren. Um sein Hobby mit anderen zu teilen, rief er weitere Sammler und Heimatinteressierte zum Gedankenaustausch auf. 18 Teilnehmer beim ersten Stammtisch im Café Wiest bestätigten ihn in seiner Idee. Lenzkircher Uhrenhocks finden regelmäßig an den Freitagen vor den Uhrenmessen in Eisenbach und Furtwangen in verschiedenen Lokalen statt.

Am 22. Juli 1996 war schließlich die Vereinsgründung. 20 Interessierte erschienen im Café Wiest und gründeten die Lenzkircher Uhrenfreunde e.V. Zugleich wurde die Vereinssatzung verabschiedet. Unter der Nummer VR 310 erfolgte am 27. Dezember 1996 beim Amtsgericht Titisee-Neustadt der Eintrag in das Vereinsregister. Die Vorstandschaft setzte sich zusammen auf: 1. Vorsitzender Kurz Schüler (Exil-Hamburger), 2. Vorsitzender wurde Wolfgang Dilger, Schriftführer Michael Kramer und Kassierer Jürgen Kessler. Noch im gleichen Monat wurde das erste Vereinsheftchen der Lenzkircher Uhrenfreunde herausgebracht.

Aber bereits seit August 1996 nahmen die Lenzkircher an den jährlichen Furtwanger Uhrenbörsen teil. Und mit einer Ganter-Flötenuhr wurde im Herbst 1997 eine Sammelaktion gestartet. Für 17.000 DM konnte das erste Exponat des Vereins erworben und in der Heimatstube ausgestellt werden: Es handelte sich um eine Schilderuhr von Jacob Ganter (jung), Nr. 1, 1786 bis 1844, mit 42 Holzpfeifen, 2 Register und 8 verschiedenen Melodien.

Ab September 1997 erfolgte der Umbau der Heimatstube mit Einbau einer Uhrenvitrine. Die Wiedereröffnung am 1. Januar 1998 wurde mit einem Tag der offenen Tür gefeiert. Seit April 1998 nehmen die Lenzkircher Uhrenfreunde jährlich an der Uhrenbörse in Eisenbach teil. Beim 3. Brunnenfest im Juli 1998 folgte ein Flohmarkt auf dem Parkplatz des Cafés Roters, an dem sich 17 Händler beteiligten. Aber auch an Weihnachtsmärkten nahmen die Vereinsmitglieder seit 1999 teil. "Um die durch den Verkauf einiger Exponate für die Heimatstube belastete Vereinskasse wieder auf Vordermann zu bringen, nehmen die Uhrenfreunde mit einem Flohmarktstand am Weihnachtsmarkt teil. Wer den Verein mit entsprechenden Gegenständen, seien es Stücke aus Omas Nachlass oder gebrauchsfähige Dinge für den täglichen Bedarf, unterstützen und nicht nur seinen Sperrmüll entsorgen möchte, wendet sich bitte an eines der hoffentlich bekannten Vorstandsmitglieder, an die Vereinsadresse..."

Vom 17. August bis 2. September 2001 begingen die Uhrenfreunde ein ganz besonderes Jubiläum: "150 Jahre Lenzkircher Uhren - 1851 bis 2001". Die Ausstellung im Kurhaus war ein voller Erfolg. 2742 Besucher wollten sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, die heimischen Kostbarkeiten zu bewundern. Extra für die Jubiläumsausstellung wurde sogar ein Buch herausgebracht und zwar in einer Auflage von 2500 Exemplanten. Dank des Erlöses fand so manches Uhrenexponat seinen Weg zurück nach Lenzkirch.

Aber auch Ausflüge waren den Lenzkircher Uhrenfreunden wichtig wie beispielsweise zur IWC. 22 Teilnehmer reisten nach Schaffhausen. Daneben reifte der Wunsch nach einem eigenen Uhrenmuseum. In die engere Wahl kamen das Haus Spiegelhalder in Lenzkirch, das katholische Pfarramt in Saig sowie das Kurhaus in Lenzkirch. Am 5. Oktober 2004 wurde schließlich die Uhrenaussstelung im Kurhaus mit einer kleinen Feier der Gemeinde sowie den Sponsoren eingeweiht.

In bestern Erinnerung blieb am 21. November 2004 der Ausflug nach Speyer / Neulußheim; neun Uhrenfreunde nahmen daran teil. Im Juli 2005 wurde die Leihgabe eines amerikanischen Sammlers, das Modell 93, dem Logo des Lenzkircher Uhrenfreunde e.V., in Belgien abgeholt. Nach aufwendiger Restauration im August 2005 und nach dem Erwerb im Mai 2004 wurde als "Krönung der Ausstellung" eine Kaufmannsladeuhr ins Gebälk über den Vitrinen der Lenzkircher Uhrenausstellung montiert. Die Uhr hat eine Breite von 3,50 m.

Im Dezember 2005 wurde die Ausstellung im Kurhaus Lenzkirch um eine Standuhrvitrine um Exponate aus dem Bestand des Deutschen Uhrenmuseums in Furtwangen erweitert. Präsentiert wurde das Modell Nr. 543, Höhe 215 cm. Weitere Details: D.R.P. patentiertes AGUL H 4 Werk (Pendellänge 112, Schwp.M 60) mit drei Gewichten und Viertelstundenschlagwerk auf acht Tonstäben (Westminsterschlag), Werk Nr. 1.978.253, Baujahr 1922/23. Zur Geschichte: Die Uhr wurde dem Lehrer Josef Wilhelm Ott jun. (26.1.1876 - 15.10.1938) im Jahre 1925 von der Gemeinde Weizen als Abschiedsgeschenk zu seiner Versetzung nach Litzelstetten am Bodensee überreicht. Seit dieser Zeit befand sie sich im Familienbesitz und konnte 2002 von den Lenzkircher Uhrenfreunden für die Ausstellung im Kurhaus erworben werden.

Am 28.12.2005 stand im Gasthaus Sommerberg ein Generationswechsel in der Vorstandschaft an. Von März bis Juni 2006 wurde die Uhrenausstellung erweitert. Und am 22. Juli 2006 feierten die Lenzkircher Uhrenfreunde Jubiläum. Dazu wurde auch ein limitierter, nummerierter Bierkrug in eine Auflage von 100 Stück mit entsprechender Aufschrift, dem Emblem der Uhrenverein und Zertifikat geschaffen. Die Bierkrüge kosteten pro Stück im Verkauf 25 Euro, im Einkauf 20 Euro. Die bis dahin noch aktivfen 16 Gründungsmitglieder erhielten jeweils einen Bierkrug als Geschenk: Hellmut Aldinger, Wolfgang Dilger, Adolf Erne, Hans-Peter Haas, Manfred Haderer, Paul Heer, Jürgen Kessler, Christian Kramer, Michael Kramer, Albert Maier, Erich Maier, Paul Richter, Dietmar Schneider, Kurt Schüler, Gerhard Wiest, Martin Wiest.

Im Vereinsjahr zählte der Verein 152 Mitglieder aus Deutschland, der Schweiz, Österreich, den Niederlande, Israel, den USA und Brasilien. Der geschäftsführende Vorstand setzte sich zusammen aus: 1. Vorsitzender Michael Kramer, 2. Vorsitzender Heinz Jägler, Schriftführerin Marietta Kaiser, Kassierer Jürgen Kessler. Die erweiterte Vorstandschaft: 2. Schriftführer Gerhard Wiest, 2. Kassierer Martin Wiest, Beiräte: Adolf Erne, Hellmut Aldinger, Christian Kramer, Erich Maier, Konrad Nagel, Hannes Kaiser. Kassenprüfer waren Adolf Erne und Klaus Imhof.